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Microfragmenting

Why microfragmenting is a great opportunity for coral reef reforestation and survival

 

 

Maybe a solution:

The term creative destruction, coined by economist Joseph Schumpeter, refers to the destruction of old markets by new technologies, products, services, methods or business models. What has worked in the economy, for example, by replacing the coach with the car or the time-honored vinyl record with the CD, can also be applied in nature – for example, in the reforestation of endangered coral reefs.

Microfragmenting is the magic word here. “Microfragmentation helps nature regenerate reef ecosystems,” says Diemo Niemann, chairman of Save.Nemo e.V., an environmental and conservation organization that will soon launch a project to that end.

Corals grow in colonies of individual polyps. Each animal is therefore a polyp, and hundreds or thousands of these polyps live in a single coral. In microfragmentation, the corals are broken into such small pieces or sawn up with a special band saw that individual polyps finally remain. The advantage is that the tiny coral fragments behave much like injured skin – they grow back extremely quickly, in some cases ten times faster than larger pieces of coral. The fragments are grown into new corals in coral farms.

Coral farms are, in principle, water tanks into which seawater is pumped. By controlling the growth conditions, the growth of the corals can be increased by up to 50 times.

The farming system also allows the corals to become less sensitive to ocean warming and acidification. This is because the temperature can be raised or the pH lowered in the tanks. In this way, the corals learn to adapt to new conditions and become resistant. In this way, corals that have been grown in farms can, in the best case, be transplanted back into a reef after only six or eight months. “Microfragmenting will not make the climatic challenges for coral reefs disappear, but this technique increases the reefs’ chances of survival sustainably and effectively,” says Diemo Niemann.

2021-05-05T12:33:59+02:00

Schöpferische Zerstörung – Microfragmenting

Warum Microfragmenting eine große Chance für das Aufforsten und Überleben von Korallenriffen ist

 

 

Ein Lösungsweg:

Der vom Ökonomen Joseph Schumpeter geprägte Begriff schöpferische Zerstörung bezeichnet die Zerstörung von alten Märkten durch neue Technologien, Produkte, Dienstleistungen, Methoden oder Geschäftsmodelle. Was in der Wirtschaft etwa durch die Verdrängung der Kutsche durch das Auto oder der altehrwürdigen Schallplatte durch die CD funktioniert hat, lässt sich allerdings auch in der Natur anwenden – etwa bei der Aufforstung bedrohter Korallenriffe.

Microfragmenting ist hierbei das Zauberwort. „Mikrofragmentierung hilft der Natur bei der Regeneration von Riffökosystemen“, sagt Diemo Niemann, Vorstandsvorsitzender der Umwelt- und Naturschutzorganisation Save.Nemo e.V., die in Kürze ein entsprechendes Projekt starten wird.

Korallen wachsen in Kolonien aus einzelnen Polypen. Jedes Tier ist also ein Polyp und in einer einzigen Koralle leben Hunderte oder Tausende dieser Polypen. Bei der Mikrofragmentierung werden die Korallen in so kleine Stücke zerbrochen oder mit einer speziellen Bandsäge zersägt, dass schließlich einzelne Polypen übrigbleiben. Der Vorteil: Die winzigen Korallenfragmente verhalten sich in etwa wie verletzte Haut – sie wachsen extrem schnell nach, teils zehnmal schneller als größere Korallenstücke. Die Bruchstücke werden in Korallenfarmen zu neuen Korallen gezüchtet.

Die Korallenfarmen sind vom Grundsatz her Wasserbecken, in die Meerwasser gepumpt wird. Durch die Kontrolle der Wachstumsbedingungen kann das Wachstum der Korallen um das bis zu 50-Fache gesteigert werden.

Das Zuchtsystem erlaubt es zudem, die Korallen gegen die Erwärmung und die Versauerung der Meere unempfindlicher zu machen. Denn: In den Becken kann die Temperatur erhöht oder den pH-Wert gesenkt werden. So lernen die Korallen sich neuen Bedingungen anzupassen und resistent zu werden. Auf diese Weise können Korallen, die in Farmen gezüchtet wurden, im günstigsten Fall bereits nach sechs oder acht Monaten wieder in ein Riff verpflanzt werden. „Microfragmenting wird die klimatischen Herausforderungen für Korallenriffe zwar nicht verschwinden lassen, aber diese Technik erhöht die Überlebenschancen der Riffe nachhaltig und effektiv“, sagt Diemo Niemann.

2021-05-05T10:50:49+02:00